Atem, Nervensystem & innere Regulation
Im Schwerpunktmodul tauchst Du in die Welt des klassischen Pranayama des Hatha Yoga ein und lernst, traditionelle Atemtechniken sowohl in ihrem ursprünglichen Kontext als auch aus moderner wissenschaftlicher Perspektive zu verstehen.
Dabei schlagen wir eine Brücke zwischen den klassischen Atemlehren des Hatha Yoga, osteopathischen Ansätzen und aktuellen Erkenntnissen aus Atem-, Stress- und Neurowissenschaften.
Du lernst die anatomischen und physiologischen Grundlagen des Nervensystems kennen – insbesondere die Funktionen und mögliche Dysbalancen des vegetativen Nervensystems. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Nervus Vagus. Wir erforschen, wie Atemtechniken direkt und indirekt auf autonome Regulationsprozesse wirken können.
Die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit übernimmt zentrale Aufgaben für Schutz, Versorgung und Regeneration des Nervensystems. Wir tauchen ein in das glymphatische System und das präventive Potenzial der Atmung: Bestimmte Atemmuster können die Zirkulation des Liquors unterstützen und regenerative Prozesse des Nervensystems positiv beeinflussen.
Bereits im klassischen Hatha Yoga experimentierten Yogis mit unterschiedlichen Atemtechniken, um Körper, Geist und Energie gezielt zu beeinflussen. Gemeinsam betrachten wir das traditionelle Energiekonzept von Ha & Tha und verbinden dieses alte Wissen mit modernen Perspektiven aus Osteopathie, Neurophysiologie und autonomer Regulation.
Philosophische Grundlage bildet die Hatha Yoga Pradipika (HYP) als einer der bedeutendsten Quellentexte des Hatha Yoga. Ausgewählte Verse werden gemeinsam gelesen, rezitiert und in ihren historisch-philosophischen Kontext eingeordnet – verbunden mit heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Wirkung von Atmung auf Nervensystem und Regulation.
Im praktischen Teil werden klassische Pranayama-Techniken systematisch vorgestellt, erfahren und methodisch aufgebaut. Du lernst verschiedene Varianten, passende Techniken aus der Osteopathie sowie die Wirkung aus Sicht moderner Atem-, Stress- und Nervensystemforschung.
Ein erster Eindruck vom Modul und meiner Unterrichtsweise.
Ziel des Schwerpunkts ist es, Pranayama nicht nur als Atemtechnik, sondern als tiefgreifende Methode der Selbstregulation, Wahrnehmung und Bewusstseinslenkung zu verstehen.
Die Verbindung aus traditioneller Praxis, philosophischem Hintergrund, anatomischem Verständnis und moderner Forschung eröffnet einen lebendigen und zeitgemäßen Zugang zu den klassischen Atemlehren des Hatha Yoga.
Du kannst das Erlernte sowohl für Deine eigene Praxis nutzen als auch methodisch lernen, wie Du eine Pranayama-Stunde unter osteopathischen Gesichtspunkten sinnvoll aufbauen, anleiten und begleiten kannst.
Buchbar im Rahmen der AYI-Yogalehrerausbildung oder einzeln als therapeutische Fortbildung.
Ausbildungskosten
USt-frei gem. § 4 Nr. 21a) bb) UstG
Anmeldung direkt über das AYI-Institut.
Bei Fragen stehe ich Dir gerne zur Verfügung.
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